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3 Schritte zum Kredit für deine Immobilie – Darlehen richtig beantragen


Hast du dich schon mit deiner eigenen Finanzlage beschäftigt, Finanzierungsangebote verglichen und deine Wunsch-Bank ausgewählt? Nein? Dann solltest du zunächst die Grundlage für deine Immobilienfinanzierung schaffen. Außerdem macht es Sinn, sich einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsarten zu verschaffen. Mit diesem Wissen geht es nun an die Beantragung deines Darlehens bei der Bank. Die folgenden drei Schritte sollen dir dabei helfen.

Schritt 1: Kreditantrag stellen

Wenn du dich bereits für einen Kreditgeber und für eine Finanzierungsoption entschieden hast, kannst du deinen Kreditantrag bei der Bank einreichen. Basierend darauf entscheidet die Bank, ob dir der Kredit gewährt wird. Der Antrag beinhaltet folgendes:

  • Höhe der Darlehenssumme
  • Wunschlaufzeit und Wunschrate
  • Höhe der Anfangstilgung
  • Selbstauskunft inkl. Schufa-Auskunft
  • Objektinformationen

Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus der Länge der Laufzeit?

Vorteile der langen Laufzeit: Eine lange Laufzeit bietet konstante und niedrige Raten. Auch wenn dein Darlehensvertrag z. B. über 15 Jahre läuft, hast Du immer ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht nach 10 Jahren Laufzeit.

Nachteil einer langen Laufzeit: Die Erhöhung der Kreditkosten durch die Vorfälligkeitsentschädigung, die sich aus einer vorzeitigen Kündigung ergibt. Zudem werden die Gesamtkreditkosten durch einen Aufschlag erhöht, damit die Bank die niedrigen Raten ausgleichen kann.

Vorteile der kurzen Laufzeit: Eine kurze Laufzeit hat vor allem günstige Auswirkungen auf den Zinssatz, der üblicherweise unter dem der langfristigen Zinsbindung liegt.

Nachteile der kurzen Laufzeit: Wie sich die Höhe des Leitzinses entwickelt, weiß zum Abschluss des Darlehensvertrags leider keiner. Erhöht sich der Leitzins während der Laufzeit, verteuert sich der Kredit bei einer möglichen Anschlussfinanzierung.

Schritt 2: Kreditvertrag vereinbaren

Stimmt man als Kreditnehmer:in allen Darlehenskonditionen zu, wird der Darlehensvertrag verbindlich. Der Darlehensvertrag muss folgende Aspekte beinhalten:

  • Kreditart: Für die Aufnahme eines Kredites zur Finanzierung einer Immobilie wird das Darlehen aufgenommen, welches z. B. neben Studienkrediten oder Lieferantenkrediten eine eigene Kreditart für Immobilien darstellt.
  • Kreditbetrag: Das ist der Betrag, den das Kreditinstitut finanzieren soll.
  • Kreditkosten: Banken bieten Kredite zu unterschiedliche Konditionen an. Bei deiner Kalkulation solltest du die zusätzlichen Nebenkosten nicht außer Acht lassen. Darunter fallen Bearbeitungsgebühren, die bis zu 3,5 % des Kreditbetrages ausmachen können. Einige wenige Kreditinstitute verlangen außerdem Gebühren für die Führung eines Kreditkontos. Schaue dir den effektiven Jahreszins an. Dieser schließt alle Kreditnebenkosten mit ein.
  • Kreditsicherheiten: Vor allem bei einer hohen Kreditsumme, wie es bei der Finanzierung einer Immobilie üblich ist, sind Kreditsicherheiten eine wichtige Voraussetzungen für die Banken, damit du das Darlehen erhalten kannst. Die Banken nehmen die Kreditsicherheit dann in Anspruch, wenn du z. B. zahlungsunfähig wirst. Somit sichern sich die Banken ab, in jedem Fall das geliehene Kapital wieder zurückzuerhalten. Dabei existieren unterschiedliche Kreditsicherheiten für Immobilien: Die Grundschuld, Lebensversicherung oder die Bürgschaft.
  • Kreditlaufzeit: Die Laufzeit gibt die Zeitspanne an, in der das Darlehen zurückgezahlt wird. Je kürzer die Kreditlaufzeit, desto geringer ist der effektive Jahreszins und andersherum.
  • Effektiver Jahreszins: Damit sind alle Kreditkosten inklusive der Kreditnebenkosten gemeint.
  • Tilgung und Zinssatz: Die Tilgung und der Zinsanteil bilden zusammen die monatliche Rate, die du zu bezahlen hast. Je höher der Tilgungssatz, desto schneller kannst du das Darlehen zurückzahlen.
  • Kündigungsfrist: Für die Finanzierung einer Immobilie beträgt die Kreditlaufzeit meistens zehn oder mehr als zehn Jahre. Es ist gesetzlich festgelegt, dass die Finanzierung nach zehn Jahren mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden darf. Dabei ist ein Tag nach der Vollauszahlung der maßgebliche Stichtag, an dem die 10-Jahres-Frist beginnt.

Schritt 3: Kreditbewilligung erhalten und Auszahlung des Darlehens

An diesem Punkt darf man anstoßen! Nach der Kreditwürdigkeitsprüfung erhältst du als Kreditnehmer:in eine Darlehensbewilligung, die die rechtliche Verbindlichkeit des Kredites darstellt. In der Regel dauert dieser Vorgang bis zu zwei Wochen. Das Darlehen wird zur Kaufpreisfälligkeit und nach der Grundschuldeintragung ausbezahlt.

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